Weniger Gewicht – mehr Gesundheit

Menschen mit Übergewicht weisen ein erhöhtes Krankheitsrisiko auf. Eine Gewichtsreduktion hingegen bewirkt

  • eine Senkung des Risikos für koronare Herzkrankheit durch eine Verbesserung von Risikofaktoren, wie positive Effekte auf Blutfettwerte (Senkung von LDL-Cholesterin und Triglyceriden, Anstieg von HDL-Cholesterin), eine Senkung des Blutdrucks sowie eine Verbesserung der Blutzuckereinstellung bei Diabetes,
  • eine Verbesserung der allgemeinen Gesundheit. Bereits eine maßvolle Gewichtsreduktion kann die Lungenfunktion und Kurzatmigkeit verbessern, die Häufigkeit von Atemstillstand im Schlaf (Apnoe) senken, die Schlafqualität erhöhen und Knochen- und Gelenkserkrankungen (Osteoarthritis) lindern.

Das Besondere an diesem Programm

Eine langfristig erfolgreiche Gewichtsreduktion erfordert in der Regel eine grundlegende Umstellung des Lebensstils. Geben Sie Ihrem Körper die Zeit, die er benötigt, um die Pfunde wieder zu verlieren, die sich oft über Jahre oder Jahrzehnte hinweg angesammelt haben. Im Gegensatz zu Wunderpillen und Crash-Diäten finden Sie hier eine langfristig wirksame und gesunde Alternative. Sie stützt sich im Wesentlichen auf drei Säulen: Die Empfehlungen und Tipps zur Ernährung und körperlichen Bewegung entsprechen weitestgehend den Empfehlungen für einen gesunden Lebensstil für Jedermann. Bei der Umsetzung dieser Empfehlungen werden Ihnen die Hinweise zur Änderung Ihres Verhaltens und Ihrer Gewohnheiten helfen.

Die Ziele bei der Gewichtsabnahme

Empfohlen wird maximal 1/2 (bis 1) Kilo pro Woche Gewicht zu verlieren. Damit Sie dies erreichen können, ist es notwendig weniger Energie aufzunehmen, also 500 bis 800 Kalorien am Tag einzusparen, aber auch mehr Energie zu verbrauchen, in dem Sie körperlich aktiver werden. Eine realistische und gut einzuhaltende Gewichtsabnahme beträgt dabei 5 – 10% des Ausgangsgewichts. Wenn Sie beispielsweise 90 kg wiegen, wäre es für Sie realistisch 9 kg abzunehmen und Ihr Zielgewicht von 81 kg auch anschließend dauerhaft zu halten.
Nach dem Sie sich Ihrer Pfunde entledigt haben, ist ein langfristiger Gewichtserhalt äußerst wichtig.
Dies erreichen Sie, indem Sie Ihr verändertes Ess- und Bewegungsverhalten beibehalten und nicht alten Verhaltensweisen verfallen. Falls gewünscht oder erforderlich sollte erst nach einer Phase des Gewichtserhalts von 6 Monaten oder länger eine weitere Gewichtsreduktion folgen.

Weitere Informationen: Wissenschaftliche Empfehlungen zum Übergewicht

Tipps zur körperlichen Bewegung

Eine langfristige Zielsetzung zur Bekämpfung des Bewegungsmangels sollte sein: Moderate Bewegung von mindestens 30 Minuten an den meisten, vorzugsweise allen Tagen in der Woche.

  • Lassen Sie Ihre körperliche Belastbarkeit bei einem Arzt untersuchen, bevor Sie sich intensiver sportlich betätigen.
  • Moderate körperliche Bewegungsformen – wie empfohlen – gewährleisten einen Kilokalorienverbrauch von 100 bis 200 kcal pro Tag

Detaillierte Tipps zur körperlichen Bewegung und eine Einführung zur langfristigen Zielsetzung finden Sie hier.

Tipps zu Verhalten und Gewohnheiten

Die Änderung Ihrer Verhaltensweise und Gewohnheiten ist ein wichtiges Element für eine erfolgreiche Umsetzung einer Ernährungsumstellung und der Steigerung der körperlichen Aktivität.

Finden Sie auf der folgenden Seite

  • praktische Hinweise zu einer angemessenen Zielsetzung für Ihre Ernährungsumstellung und Bewegungsphasen,
  • Tipps und Vordrucke zur Bewusstmachung Ihrer Gewohnheiten und Alternativorschläge dazu sowie
  • Möglichkeiten für eine persönliche Unterstützung.

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Übergewicht, Rauchen und Krebs

Übergewicht und Rauchen sind nicht nur besonders wichtige Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern auch für Krebs. Obwohl verschiedene Krebsformen (z.B. Lungenkrebs, Darmkrebs, Prostatakrebs, Brustkrebs) durchaus ein unterschiedliches Profil von Risikofaktoren aufweisen, zeigen die Daten zur Krebsmortalität in der PROCAM-Studie eindrucksvoll, dass bei Nichtrauchern die höchste Inzidenz von Krebstodesfällen bei übergewichtigen Personen beobachtet wird; die hohe Inzidenz von Krebstodesfällen bei untergewichtigen Rauchern erklärt sich wahrscheinlich aus deren Ernährungsgewohnheiten und Alkoholkonsum.

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