Tipp 6: Treffen Sie Vorbereitungen für Rückfälle und schwierige Situationen

Bereiten Sie sich auf Rückfälle vor

Zu den meisten Rückfälle kommt es in den ersten drei Monaten während der Raucherentwöhnung. Lassen Sie sich davon nicht entmutigen, denn die meisten Langzeit-Exraucher haben mehrere Versuche hinter sich, bevor sie das Rauchen endgültig aufgegeben haben.

  • Ein Rückfall bedeutet nicht, dass Sie ganz aufgeben müssen. Fehlschläge sind normal und sollten nicht überbewertet werden. Machen Sie einfach mit Ihrer Raucherentwöhnung weiter.
  • Um Ihr Durchhaltevermögen anzuspornen, könnten Sie eine Wette abschließen, mit einer für Sie unangenehmen Konsequenz im Falle eines Rückfalls.
  • Lernen Sie aus Ihrem letzten Versuch das Rauchen aufzugeben. Machen Sie sich deutlich, was funktioniert hat und was nicht. Nehmen Sie neue Strategien auf und beachten Sie dabei die oben angegebenen Schritte.

Achten Sie auf folgende schwierige Situationen, um Rückfälle zu meiden.

  • Erhalten Sie Ihre Motivation, denn es passiert häufig, dass die anfänglichen Vorsätze nachlassen.
    • Steigern Sie Ihre körperliche Aktivität. Sie baut das Stressempfinden etwas ab, schafft einen guten Ausgleich zu Ihrer möglicherweise auftretenden Rastlosigkeit, kann Ihnen als Ablenkungsmanöver dienen, wenn das Verlangen nach einer Zigarette zu groß wird, macht Ihnen Ihre neu gewonnene Fitness deutlich und unterstützt Sie, Ihr Gewicht zu halten.
    • Denken Sie positiv! Machen Sie sich Ihre körperliche Erholung seit Ihrer letzten Zigarette bewusst oder schreiben Sie sogar ein Erholungstagebuch über „Ihr Leben danach…“.
    • Legen Sie kleine Teilziele fest – nach einem Monat, nach 6 Monaten, nach einem Jahr … – und belohnen Sie sich selbst durch kleine Geschenke nach Erreichen dieser Ziele: sehen Sie einen guten Kinofilm an, gönnen Sie sich Ihr Lieblingsgericht in Ihrem Lieblingsrestaurant, kaufen Sie sich etwas Schönes zum Anziehen oder machen Sie einen Ausflug …
    • Bedenken Sie, dass ein Rückfall, selbst ein einziger Zug an einer Zigarette (Zigarre, Pfeife) Ihr Verlangen steigert und die Raucherentwöhnung erschwert.
  • Suchen Sie Rat bei Ihrem Arzt, falls negative Stimmungen und Depressionen nicht durch die oben genannten Aktivitäten verbessert werden oder sich bei Ihnen starke oder lang anhaltende Entzugserscheinungen bemerkbar machen.
  • Halten Sie Ihr Gewicht. Die meisten ehemaligen Raucher nehmen in der Zeit der Raucherentwöhnung zu, meist jedoch nicht mehr als 5 Kilo. Das sollte Sie jedoch nicht davon abhalten zum Nichtraucher zu werden. Eine gesunde Ernährung und ausreichend körperliche Bewegung grenzt die Gefahr der Gewichtszunahme ein.
  • Vermeiden Sie das Trinken von Alkohol. Alkoholkonsum kann Ihre Chance durchzuhalten vermindern.