Raucherentwöhnung reduziert das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen merklich, führt aber nicht selten auch zu einer vorübergehenden Gewichtszunahme.

Eine prospektive Kohortenstudie nutzt die in der Framingham Offspring Study zwischen 1984 und 2011 gesammelten Daten, um die Folgen der Raucherentwöhnung auf den Gesundheitszustand im Detail zu bewerten. 3.251 Probanden mit und ohne Diabetes waren in die Kohortenstudie eingeschlossen. In vier Jahresintervallen wurde auch geprüft, ob eine Verbindung zwischen dem kardiovaskulären Risiko und einer Gewichtszunahme bestehen könnte.

Vier Jahre nach der Raucherentwöhnung hatten die gesunden Probanden durchschnittlich 2,7 kg und die Diabetiker im Schnitt 3,6 kg zugenommen. Je länger beide Gruppen ohne zu rauchen leben, umso mehr nähert sich das Gewicht wieder dem Ausgangswert an.

In dem Follow up – Zeitraum von 25 Analysejahren wurden insgesamt 631 kardiovaskuläre Ereignisse verzeichnet. Für kurzfristig und langfristig rauchentwöhnte Probanden entstand ein Hazard Ratio (HR) für kardiovaskuläre Erkrankungen von 0,47 und von 0,46. Die Autoren der Kohortenstudie schliessen daraus, dass der präventive Nutzen einer Raucherentwöhnung für das kardiovaskuläre Risiko trotz der temporären Gewichtsveränderung nicht wesentlich gemindert wird (1).

Experten vermuten, dass die Raucherentwöhnung generell zu einem gesundheitsbewussterem  Lebensstil führt, wie etwa auch zur Reduktion des Alkoholkonsums oder/und zu einer gesünderen Art der Ernährung. Aus dieser Sicht können gerade diese Begleitfaktoren entscheidend mit dazu beitragen, dass das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen sinkt, nachdem das Rauchen aufgegeben wird (2).

Quellen:

(1)  Association of smoking cessation and weight change with cardiovascular disease among adults with and without diabetes.Clair, C. et al. In : JAMA 2013; 309 (10):1014-21.doi:10.1001/jama.2013.1644

(2)  Smoking Cessation, Weight Chance, and Risk of Cardiovascular Disease. Ji, Y. et al. In: JAMA 2013; 310 (3):322.doi:10.1001/jama2013.7945